Die Absaugung liebt ihren 3D-Drucker: HEPA sei dank!

Die neue Vakuum Absaugung wird mittels 3D-gedruckten Teilen getuned und verbessert, sie bekommt einen HEPA Filter, die Leistung wird verbessert und das ganze wird mobil und platzsparend.

Nach meinem Werkstattumbau stand plötzlich in der Mitte der Werkstatt meine alte Absauganlage. Ein klassisches Modell dass mittels Volumenstrom arbeitet und einen einfachen „Filter“ in Form eines Stoffsackes besitzt. Einerseits hat mich immer schon gestört, dass sie zu schwach war meinem Dickenhobel gründlich abzusaugen und andererseits besitzt die Anlage keinen HEPA-Filter oder anderen Feinpartikelfilter was in Bezug auf die Gesundheit nicht ideal ist. Als Draufgabe ist das ganze Ding sperrig.

Die Entscheidung war also getroffen, ein platzsparender Ersatz musste her. Ich habe mich für einen Vakuum-Anlage mit einem Vorabscheider der nach dem Zyklonprinzip arbeitet entscheiden. Aber auch diese Anlage verwendet einen Dreifachfilter bestehend aus zwei Stoffsäcken und einem Papierfilter. Für Cultor war klar…es wird getuned und 3d-gedruckt.

Zyklonabscheider mit HEPA Filter

Dank Thingiverse und dem Youtube Kanal Capturing-Dust konnte ich zwei fertige Lösungen in den 3D-Drucker jagen. Natürlich kann man die Teile auch selber in CAD konstruieren, was nicht besonders schwierig ist, aber nicht jeder kann CAD-Konstruieren oder hat die Zeit dazu. Insofern sind diese Plattformen eine echte Bereicherung. Ich habe mir vorgenommen auch meine 3D- Konstruktionen gratis zu Verfügung zu stellen, da ich ja selber auch davon profitiere. Es ist schön, dass es immer noch Menschen gibt die selbstlos sind, eine gute Eigenschaft in meinem Augen! Auch bei mir gib es kein Sponsoring, Affiliat-Links oder dergleichen. Ich teile alle meine Erfolge und Misserfolge 😉

Kuppeln für die Ansaugung

Der HEPA Filter war also an der Absaugung angebracht und im nächsten Schritt habe ich zwei Rückstauventile gedruckt. Die Vakuumanlage besitze zwei Motoren mit jeweils 1kw, die man auch separat einschalten kann. Wenn nur ein Motor eingeschaltet wird, ist das Vakuum deutlich schwächer, aber nicht nur auf Grund der geringeren Leistung, sondern auch weil der Motor Luft „über“ den Einlass des anderen Motors ansaugt. Die Tolle Idee von Capturing-Dust (die Files kosten nur ein paar Euro, die ich gerne bezahlt habe) war es, zwei Styroporkugeln in kleine 3D-gedruckte Dome zu stecken. Wenn nun nur ein Motor Läuft wird durch die Abluft der Ball im Dom-Ventil des laufenden Motors nach oben gedruckt, währen die Öffnung des zweiten Motors welche abgeschaltet ist vom Vakuum nach unten gezogen wird wodurch das System dicht ist.

es folgt eine legendäre Skizze:

Hä versteht das irgendwer was der hier schreibt?!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte (Danke für die Buntstifte an meinen Sohn)

legendäre Skizze

Eine rollbare Basis

Zum Schluss hat die Absaugung noch eine Basis auf Rollen bekommen damit die Absaugung auch mobil ist. Dazu habe ich eine Siebdruckplatte zugeschnitten und dann mit der Oberfräse die Konturen der Absaugung und Vorabscheidung eingefräst, damit diese nachher nicht verrutschen. Um die Zehen zu schonen habe ich alles noch verrundet.

Staubfreies Finale

Tja und schon war die neue mobile Absaugstation fertig. Zum Ende hin noch mit entsprechenden Schläuchen verbunden funktioniert die Absaugstation sehr gut. Es wird kein Feinstaub mehr in der Werkstatt verteilt, sie ist mobil und verbraucht dabei weniger Platz als die alte!

Cultor ist zufrieden …

…warum liegt eigentlich dieser blö** Schlauch meines Staubsauger immer am Boden…Fortsetzung folgt

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